SPD Schwarmstedt verleiht Kunst- und Kulturpreis für 2020 und 2021

Uhlehofverein und Schwarmstedter Heimatarchiv

 

Die Freude stand den überaus zahlreichen Gästen der diesjährigen Preisverleihung des SPD Kunst- und Kulturpreis im Uhlehof am Samstagnachmittag ins Gesicht geschrieben: Freude darüber, sich nach 1,5 Jahren endlich einmal wieder – natürlich unter Einhaltung der 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet) - zu treffen, eine schöne Veranstaltung zu besuchen und der Musik von Peter Pöllmann und Uli Rasokat zu lauschen. 

 

 

Pandemiebedingt gab es dieses Jahr 2 Preisträger: Das von Ernst Sauerwein gegründete Heimatarchiv Schwarmstedt, das dieses Jahr 25 Jahre besteht, und der Uhlehof-Verein, der seit mittlerweile 35 Jahre ein phantastisches Kulturangebot für Schwarmstedt organisiert. Nach einer Begrüßung durch den Vorsitzenden der SPD Schwarmstedt Marc Berner würdigte SPD Ratsherr Wilhelm Mestwerdt in einer Laudatio die Arbeit der beiden Institutionen. Ein Gemeinwesen und eine Gemeinde sei ohne Blick auf die Geschichte nicht vorstellbar. Geschichte sei lebendig und wirke bis in die Gegenwart fort, wie das 2020 vom Heimatarchiv Schwarmstedt herausgegebene Buch „Manches vergisst man nie“ (Restexemplare sind noch verfügbar!) beispielhaft zeige: die Geschichte der Menschen, die nach dem Krieg als Flüchtlinge nach Schwarmstedt gekommen seien und die Schwarmstedt maßgeblich mitgestaltet hätten wie u.a. die Familien Reinhard Gand, Alfred Heims und der langjährige aus Schlesien stammende Altbürgermeister Werner Bartsch, der persönlich an der Veranstaltung teilnahm.

 

Ein Gemeinwesen sei auch ohne Kultur nicht vorstellbar, deshalb gebühre dem Uhlehof-Verein der Dank der Gemeinde und als Ausdruck der Wertschätzung der Kunst- und Kulturpreis der SPD. In Anwesenheit des „Gründungsvaters“ Heinrich Plesse und der seit 35 Jahren! amtierenden Schriftführerin Ingrid Schneider würdigte Mestwerdt die Arbeit des Vereins, der jedes Jahr -maßgeblich organisiert von Christiane Heitmüller und Susanne Kruse - ein breites Spektrum von Kulturveranstaltungen organisiert: Angefangen vom Neujahrskonzert des Johann-Strauß Orchesters bis hin zu Comedy, Lesungen, Vorträgen und Musik in allen Facetten. Es läuft alles in Schwarmstedt, so Mestwerdt, mit Ausnahme von Kammermusik und Free Jazz: „Da bockt der Schwarmstedter – mich eingeschlossen“.

 

Nach der Preisverleihung dankte die Vorsitzende des Uhlehof-Vereins Susanne Kruse für die Verleihung des Preises. Sie beschrieb eindrucksvoll, wie viele einzelne organisatorische Arbeiten erforderlich sind, damit es eine gelungene Veranstaltung gibt. Und immer gilt, so Kruse: „Nach der Veranstaltung ist vor der Veranstaltung“.

 

Dem Dank schloss sich die Vorsitzende des Heimatarchivs Helia Sauerwein mit einem professionell erstellten Imagefilm über das Heimatarchiv an. Und sie hatte noch eine Überraschung parat: Sie überreichte der Bürgermeisterin Claudia Schiesgeries eine wunderbar restaurierte über 100 Jahre alte Vereinsfahne des Radsportvereins Germania aus Schwarmstedt, damit sie in der Bürgerbegegnungsstätte im Uhlehof künftig ausgestellt werden kann: „Das Preisgeld der SPD ist schon ausgegeben,“ so Sauerwein, „davon haben wir bereits einen Glasrahmen für die Fahne in Auftrag gegeben“.

 

Nach dem offiziellen Teil saßen die Gäste noch sehr lange zusammen bei einem u.a. von Dagmar Kosinski, Frank Hildebrand, Thomas Priebe und Marc Berner organisierten Buffet. Anwesend war auch der Präsident der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen Jens Grote, der am 12. September bei der anstehenden Kommunalwahl als unabhängiger Bewerber für das Amt des Landrats kandidiert und ausgiebig die Gelegenheit nutzte, sich mit den Gästen auszutauschen.
 

 

Alle Gäste verband die Hoffnung, dass es künftig wieder mehr Möglichkeiten der Begegnung geben wird. Dass auch größere Veranstaltungen unter strikter Einhaltung der 3G-Regel möglich sind, wurde am Samstag bewiesen.

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